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Geburtshilfe - Prävention - Sport - Nahrung

Getreide: Dinkel, Hirse, Quinoa & Co. anstatt Weizen!

Die Winzlinge vom Acker sind randvoll mit Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen. Sie sind gesunde Kraftpakete, die uns vor Krankheiten schützen und uns außerdem auch schöner machen!

Aber: Warum ist Weizen so problematisch?

Wie alle Pflanzen hat auch der Weizen durch die Evolution oder Züchtung zum Schutz vor Schädlingen sogenannte Lektine (komplexe Proteine) entwickelt. Das Weizenlektin ist besonders aggressiv und hitzestabil – im Gegensatz zum Gemüselektin, das meistens durch den Kochvorgang abgebaut werden kann. Weizenlektine werden weder durch Säuerung noch durch die Verdauung abgebaut und schädigen somit langfristig die Darmschleimhaut und die Darmzellen. Sie gelangen ins Körperinnere und erhöhen Entzündungsreaktionen, stören den Muskelaufbau, greifen Gelenkstrukturen an, verändern den Blutzuckerspiegel und schwächen das Immunsystem.

Da alle Getreidesorten roh schlecht vertragen werden, müssen ganze Körner erst in einer Getreidemühle geschrotet werden und ca. 6 – 8 Stunden in Wasser quellen (Mengenverhältnis 2-3: auf 2 Teelöffel Getreide drei Teelöffel Wasser).

Beim Kauf von fertigen Getreidesorten und Müslis sollte auf der Zutatenliste der Zusatz „pflanzliche Öle, gehärtet“ nicht zu finden sein, da diese gesundheitsschädlich sind.

Außerdem sollte vor dem Verzehr eine mögliche Unverträglichkeit ausgeschlossen werden. Wenn der Körper z.B. das Klebereiweiß Gluten nicht verträgt –  was bei mehr als 30% der Deutschen der Fall ist! – wird das Immunsystem beeinträchtigt. Sehr häufig kurzfristig auftretende und den Alltag stark beeinträchtigende Folgen sind Magen-Darm-Beschwerden, Migräne, Kreislaufstörungen und Müdigkeit.

Langfristig kann diese „Fehl-Ernährung“ aufgrund einer Unverträglichkeit zu der Krankheit Zöliakie führen. Dies ist eine chronische Erkrankung, die bei Menschen mit entsprechender Veranlagung zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut führt, wenn sie glutenhaltige (also mit Klebeeiweißen versetzte) Nahrungsmittel zu sich nehmen. In der Folge leiden die Patienten unter Mangelzuständen, Verdauungsstörungen und zahlreichen weiteren Symptomen. Durch eine strikt glutenfreie Ernährung kann sich die erkrankte Dünndarmschleimhaut rasch erholen und der Allgemeinzustand des Patienten verbessert sich bereits nach wenigen Tagen. Auch die Blutuntersuchungen zeigen dann nach einiger Zeit normale Werte und die Dünndarmschleimhaut regeneriert vollständig.

Folgende Getreidesorten sind glutenfrei, stellen sehr gute und auch schmackhafte Alternative zu Weizen oder anderen glutenhaltigen Getreidesorten dar und können ohne Bedenken gegessen werden:

  • Hirse
  • Quinoa
  • Amaranth
  • Buchweizen

Auch die folgenden Mehlsorten sind glutenfrei, eine sehr gute Alternative zu Weizenmehl und anderen glutenhaltigen Mehlsorten und können ohne Bedenken gegessen werden:

  • Hirsemehl
  • Buchweizenmehl
  • Reismehl
  • Teffmehl
  • Quinoamehl
  • Amaranthmehl
  • Maismehl
  • Kichererbsenmehl
  • Leinsamenmehl
  • Kastanienmehl

Gesunde Alternativen zu Weizen
Ohne Gluten (zugreifen und in den Einkaufswagen packen!):

Hirse – Der Schönmacher

Die Kieselsäure (Silizium) ist ein Bestandteil der Hirse, der Haare und Nägel stärkt, die Haut weich macht und das Bindegewebe strafft. Der hohe Eisengehalt der Hirse fördert die Blutbildung und lässt so den Teint strahlen. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe der Hirse sind Kalzium, Kalium, Fluor und Magnesium.

Buchweizen – Die Stressbremse

Dieses Getreide enthält einen hohen Anteil des Vitalstoffs Lecithin. Dieser Stoff erhöht die Hirnaktivität, stärkt die Nerven und macht uns weniger anfällig für Stress. Außerdem enthält Buchweizen Eisen, Eiweiß und das durchblutungsfördernde Rutin.

Quinoa – Der Migränestopper

Das „Korn der Inkas“ gilt als Quelle der Lebensenergie. Der hohe Gehalt an gefäßentspannendem Magnesium und durchblutungsförderndem Vitamin B2 macht Quinoa zu einem wahren Kopfschmerzenkiller.

Amaranth – Die Energiespritze

Der besonders hohe Gehalt an der Aminosäure Lysin kurbelt die Fettverbrennung und den Energiestoffwechsel an und steigert so die Leistungsfähigkeit. Außerdem enthält Amaranth viel Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink.

Getreidesorten, die Gluten enthalten (bei Empfindlichkeit eher meiden!):

Dinkel – Das Schlank-Getreide

Der hohe Ballaststoffgehalt sättigt lange Zeit und hilft, die Figur in Form zu halten. Außerdem wirkt Dinkel stimmungsaufhellend: Er enthält ein spezielles Aminosäurengemisch, das die Bildung glücklich machender Botenstoffe fördert.

Gerste – Das Heilmittel aus Fernost

In Asien wird Gerste im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin als Tee zubereitet und hat eine kühlende und hitzeausleitende Wirkung. Sie wird bei Allergien und als Fiebersenkungsmittel angewandt. Der Inhaltsstoff Tocotrienol (Vitamin E) senkt Cholesterin.

Hafer – Der Freund fürs Herz

Diese Kraftkörner beinhalten am meisten Eiweiß, Kalzium, Vitamin B1 und Vitamin B6. Außerdem steckt in Hafer der Ballaststoff Hafer-Beta-Glucan, der die Blutfettwerte senkt und somit das Herz-Kreislauf-System schützt.

Roggen – Der Garant für stabilen Blutzucker

Dieses Getreide wirkt sich laut einer Studie regulierend auf den Blutzuckerspiegel aus. Der Grund dafür liegt in der Kombination aus niedrigem glykämischen Index (GI) und unverdaulichen Ballaststoffen, der den Blutzuckerspiegel bis zu 10 Stunden auf einem stabilen Level hält.

Alle genannten Getreide- und Mehlsorten gibt es in Reformhäusern, Drogerien und mittlerweile auch in fast allen Supermärkten!

 

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